Das Gesundheitsstrukturgesetz schränkt zum 1. Januar 1999 die Niederlassungsfreiheit stark ein. Die dann geltende „strikte Bedarfsplanung“ dürfte die Zahl neuer Praxen erheblich reduzieren. Damit wird die Übernahme einer bestehenden Praxis immer interessanter.
Mediziner, Ärzte, Heilpraktiker und Therapeuten als Unternehmer
unterstützt Unternehmer in Fragen der Strategie, der Finanzierung und der Maßnahmenumsetzung. Seit unserer Gründung konzentrieren wir uns auf die Beratung von kleinen und mittelständischen Unternehmen, Institutionen, Organisationseinheiten und Praxen.
Wir zeigen Ihnen die Wege zur Selbstkontrolle und Kontrolle Ihrer Mitarbeiter, dass Sie immer der Chef der Lage bleiben.
Ein Großteil aller Unternehmensinsolvenzen, vor allem in den ersten fünf Jahren, geht auf Liquiditätsschwierigkeiten zurück. Eine sorgfältige Liquiditätsplanung ist daher ein absolutes "Muss".
Der Existenzgründer kann durch die Planung seiner Zahlungsfähigkeit für zukünftige Zeiträume entscheiden, ob ein Kapitalbedarf besteht oder ob ausreichend liquide Mittel zur Verfügung stehen. Allerdings werden bei der Liquiditätsplanung nur die Ein- und Auszahlungen des Unternehmens berücksichtigt. Buchhalterische Gesichtspunkte, z.B. Aufwendungen und Erträge, bleiben unberücksichtigt. Der Schwerpunkt bei dieser Rechnung liegt auf den Geldzu- und abflüssen durch das Geschäftskonto oder die Barkasse. Die daraus resultierende Berechnung wird als Liquiditätsrechnung bezeichnet und bildet einen wesentlichen Punkt im Businessplan des Existenzgründers.
Um festzustellen, ob Sie „flüssig“ sind, sollte sich Ihre Planung auf die nächsten sechs, besser noch zwölf Monate beziehen. Aus der Differenz der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben ergibt sich entweder ein monatlicher Überschuss (Überdeckung), den Sie zur Verfügung haben, um Ihre Rechnungen zu bezahlen oder aber es ergibt sich ein Minusbetrag (Unterdeckung), den Sie schnellstmöglich beheben sollten. Sorgen Sie dafür, dass Sie jederzeit über eine „eiserne" Reserve verfügen. Diese flüssigen Mittel sind, zusammen mit Ihrer Kreditlinie bei der Bank, Ihre Liquiditätsreserve. Faustregel: Die Liquiditätsreserve sollte für drei Monate ausreichen.
Nur eine strenge Selbstkontrolle und einhalten von vielen festen Regeln bilden Gründlage der Wirtschaftlichkeit in Unternehmen.
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Jede Praxis – ob Gründung oder Übernahme – erfordert ein individuelles Finanzierungskonzept. Es ist an den persönlichen Zielen und Vorstellungen des Mediziners ausgerichtet, an das vorhandene Eigenkapital und an steuerliche Kriterien gebunden. Grundsätzlich gilt: Getilgt wird ein Kredit immer aus dem versteuerten Einkommen. Die Darlehenszinsen dagegen sind Kosten und senken den Gewinn und damit die Steuerzahlung. Es kann deshalb sinnvoll sein, die Zinsen während der Laufzeit hoch zu halten und Vermögensrücklagen zu bilden, statt das Darlehen gleich zu tilgen.